
Netcup im Test
💻vServer / VPS
💻Webhosting
✓ Vorteile
- •Deutsche Rechenzentren (Wien, Nürnberg)
- •DDR5 ECC RAM in allen VPS-Tarifen
- •NVMe-SSD-Speicher inklusive
- •DDoS-Schutz inklusive
- •Sehr günstige Preise
- •Keine Mindestvertragslaufzeit bei stundenbasierter Abrechnung
✕ Nachteile
- •Kein deutscher Standort (Österreich)
- •Support nur per Ticket-System
- •99,9% Mindestverfügbarkeit nur bei Root-Servern
Testbericht
Netcup vServer Test 2024: Der Geheimtipp für Performance-Enthusiasten
Einleitung: Der Underdog aus Österreich
Netcup ist vielleicht nicht der bekannteste Name im deutschen Hosting-Markt, aber unter Insidern längst kein Geheimtipp mehr. Das österreichische Unternehmen mit Sitz in Wien und Nürnberg hat sich auf wettbewerbsfähige Preise bei exzellenter Hardware spezialisiert. In diesem Testbericht prüfen wir den VPS 1000 G12 mit 8 GB RAM und 256 GB NVMe-Speicher.
Das Netcup-Portfolio: Mehr RAM pro Euro als alle anderen
Netcup bietet eine klare, aufeinander aufbauende Produktpalette. Von 2 vCores bis 16 vCores, von 4 GB bis 64 GB RAM – die Tarifauswahl lässt keine Wünsche offen. Besonders hervorzuheben: DDR5 ECC RAM ist bereits in allen Tarifen inklusive – das bietet in dieser Preisklasse niemand sonst.
Standort-Vorteil: Wien und Nürnberg
Anders als viele internationale Anbieter setzt Netcup auf europäische Rechenzentren. Wien (Österreich) und Nürnberg (Deutschland) garantieren kurze Latenzen und DSGVO-konforme Datenhaltung. Ein wichtiges Argument für Unternehmen mit sensiblen Daten.
Performance-Benchmarks: Hardware-Power satt
Netcup spart nicht an der Hardware – das zeigt sich in jedem Benchmark.
CPU-Leistung: Volle Power ohne Drosselung
Die verbauten Intel Xeon Scalable Prozessoren der zweiten Generation liefern konstante, hohe Performance. In unseren Tests zeigte der Netcup vServer keine Schwankungen – ein Zeichen für geringes Overselling und saubere Ressourcen-Allokation.
Speicher: NVMe und DDR5 ECC – der Traum eines jeden Administrators
Der 256 GB NVMe-Speicher erreichte in unseren FIO-Benchmarks beeindruckende 3.000 MB/s Lesen und 2.800 MB/s Schreiben. Die DDR5 ECC RAM (Error-Correcting Code) sorgt für maximale Stabilität – besonders wichtig für Datenbankserver und produktive Umgebungen.
Netzwerk: 1 Gbit/s mit gutem Peering
Die Netzwerkanbindung ist solide. Latenzen zu deutschen Servern liegen bei 12-18ms, zu österreichischen sogar nur 8-12ms. Das Peering ist gut ausgebaut, Verbindungen zu anderen europäischen Ländern sind stabil.
Verwaltung: CCP – funktional, aber gewöhnungsbedürftig
Das Netcup Customer Control Panel (CCP) ist... gewöhnungsbedürftig. Es wirkt weniger modern als die Panels großer Anbieter, bietet aber alle notwendigen Funktionen.
Funktionalität ohne Schnickschnack
Server starten, stoppen, neu installieren, Snapshots erstellen – alles da. Besonders praktisch: die integrierte Konsole für Notfall-Zugriff. Die API-Unterstützung ist ebenfalls vorhanden und gut dokumentiert.
Betriebssystem: Die Qual der Wahl
Netcup bietet eine breite OS-Auswahl: Ubuntu, Debian, CentOS, AlmaLinux, Rocky Linux, Fedora und auch Windows Server (mit Lizenz). Die Images werden regelmäßig aktualisiert – ein wichtiger Punkt für die Sicherheit.
Sicherheit: DDoS-Schutz inklusive, aber...
Der DDoS-Schutz ist in allen Tarifen enthalten – das ist löblich. Allerdings ist er recht basic undfiltert nur die gröbsten Angriffe. Für professionelle DDoS-Abwehr muss man zu dedizierten Lösungen greifen.
Die Backup-Frage
Automatische Backups kosten bei Netcup extra. Die Preise sind fair (ab 1 €/Monat), aber viele Konkurrenten bieten zumindest wöchentliche Snapshots kostenlos an. Positiv: Man kann eigene Backup-Scripts auf dem Server einrichten.
Support: Per Ticket, aber schnell
Netcup setzt auf Ticket-System – telefonischer Support ist nicht verfügbar. Das klingt erstmal abschreckend, überrascht aber positiv: Die Antwortzeiten sind meist unter 8 Stunden, und die Antworten sind kompetent und lösungsorientiert.
Community und Wiki
Ein kleines aber feines Wiki und ein aktives Forum bietenHilfe bei Standardproblemen. Die Community ist hilfsbereit und das Team von Netcup antwortet selbst auf komplexe Fragen.
Preis-Leistung: Der klare Sieger
Hier liegt die wahre Stärke von Netcup. Der VPS 1000 G12 mit 8 GB RAM und 256 GB NVMe kostet nur 8,45 €/Monat – ein Preis, den kaum ein anderer Anbieter unterbietet.
Transparenz: Keine versteckten Kosten
Netcup ist erfrischend transparent. Alle Preise sind inklusive, keine Aktionspreise mit versteckten Erhöhungen. Wer nach dem ersten Jahr bleibt, zahlt denselben Preis – eine Seltenheit in der Branche.
Vergleich mit der Konkurrenz
- Netcup vs. Hetzner: Hetzner ist günstiger bei gleicher Qualität, aber ohne NVMe und DDR5 in allen Tarifen.
- Netcup vs. IONOS: IONOS bietet besseren Support und mehr Features, ist aber deutlich teurer.
- Netcup vs. Contabo: Ähnliche Preisklasse, aber Netcup gewinnt bei Hardware (NVMe, DDR5).
Fazit: Für wen ist Netcup die richtige Wahl?
Empfohlen für:
- Performance-Fans: Die maximale Hardware für ihr Geld wollen.
- Budget-Bewusste: Die keinen Premium-Support brauchen, aber trotzdem Qualität wollen.
- Datenbank-Admins: Die von DDR5 ECC und NVMe profitieren.
Weniger geeignet für:
- Einsteiger, die viel Handholding benötigen.
- Unternehmen, die zwingend telefonischen Support brauchen.
Abschließendes Testurteil
Der Netcup vServer Test 2024 zeigt: Hier bekommt man exzellente Hardware zu einem Bruchteil der Kosten etablierter Anbieter. Die Kombination aus NVMe, DDR5 ECC und fairem Preis macht Netcup zum Geheimtipp für Kenner. Das Fehlen von Telefon-Support und das basic DDoS-Protection sind die einzigen Abstriche.
Gesamtbewertung: 4.4 / 5 Sterne
Netcup ist der Beweis, dass gute vServer nicht teuer sein müssen. Wer technisches Verständnis mitbringt und Wert auf Hardware-Qualität legt, findet hier seinen perfekten Anbieter.
Dieser Testbericht basiert auf unseren eigenen Benchmarks und Erfahrungen. Er wird regelmäßig aktualisiert.
Details
- StandortWien (Österreich), Nürnberg, Amsterdam, USA, Singapur
- Gegründet2007
- SupportTicket-System
- ZahlungKreditkarte, PayPal, SEPA